Haven't You Forgotten
Something?
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So schlimm ist es doch nicht. Andere haben es viel schlimmer.
Wenn du das denkst, hast du wahrscheinlich schon viel zu lange versucht, etwas zu erklären, das sich für dich eigentlich falsch anfühlt.
Ich weiß, dass du wahrscheinlich denkst, dass du schwach und auch naiv bist, aber ich kann dir sagen, nichts davon ist wahr. Du bist einfach nur viel zu lange damit beschäftigt, dich anzupassen, zu erklären und zu beruhigen. Und nicht nur dich, auch ihn. Immer und immer wieder, bis zu an den Punkt gekommen bist, dass du dein eigenes Schmerzlevel nicht mehr richtig einordnen kannst.
Dieser Artikel ist für dich, wenn du insgeheim spürst: Irgendwas an dieser Beziehung tut mir nicht gut. Und du gleichzeitig Angst hast, dass du übertreibst.
Versteh mich nicht falsch. Konflikte gehren zu Beziehungen. Das ist auch nicht das Problem. Aber wenn du schon Stunden vorher Angst im Bauch hast, weil du weißt, dass ein Gespräch „gefährlich“ werden könnte, ist das kein normales Beziehungsproblem, sondern rotes Warnsignal.
Vielleicht kennst du folgendes:
Angst vor Reaktionen des Partners ist nicht normal. Und lass dir auch nicht einreden, dass du zu sensibel bist. Es ist ein Zeichen dafür, dass Grenzen überschritten werden, immer und immer wieder. Vielleicht nicht immer laut, aber sehr deutlich.
„Meld dich wenn du das bist und mach dein GPS an.“
„Zeig mal dein Handy, ich will nur sicher sein.“
„In dem Outfit gehst du nicht raus!“
Kontrolle kommt gerne getarnt daher. Am liebsten als Sorge, aber eben auch als Eifersucht oder „Beziehungsstandard“. Genau das sorgt oft dafür, dass sie gar nicht als solche erkannt wird.
Hier mal ein paar typische Situationen:
Das hat nichts mit echter Liebe zu tun. Lieber versucht nicht, dich kleiner zu machen, damit sich der andere größer fühlt.
Du gehst aus einem gespräch heraus und dein Magen zieht sich zusammen. Vielleicht ost da auch dieses Gwicht auf der Brust. Auf jeden Fall merkst du: „Das war nicht okay.“
Wenn das öfter passiert, dann können wir hier ziemlich sicher von einem Muster und nicht von Zufall sprechen. Dieses kann wie folgt aussehen:
Wenn du dich immer wieder hinterfragst und schon gar nicht mehr selbst ernst nehmen kannst, ist das der Effekt von emotionaler Manipulation, der du schon viel zu lange ausgesetzt bist.
Am Anfang der Beziehung warst du vielleicht noch ein sehr lebendiger und lebensfroher Mensch. Du bist gerne ausgegangen, hattest Hobbies und Pläne. Und jetzt? Was ist davon noch über?
Irgendwann merkst du, du bist vor allem nur noch eins: seine Partnerin. Und das zu seinen Bedingungen. Und zwar seine alleine.
Typische Anzeichen:
Ungesunde Beziehungen schrumpfen dein Leben zusammen, bis nichts mehr davon über ist. Plötzlich passt alles nur noch in den Rahmen, der er akzeptabel findet. Und genannt wird das dann Kompromiss.
Eines der stärksten Warnsignale ist nicht das, was er tut, sondern was du über isch selbst denkst, wenn du mit ihm zusammen bist.
Lass mich dir ein paar Beispiele geben:
Wenn du dich in seiner Nähe kleiner fühlst als du tatsächlich bist, ist das das Ergebnis einer Dynamik zwischen euch, die ziemlich stark auf emotionalen Missbrauch hindeutet. Missbrauch ist eben nicht nur, wenn eine Hand erhoben wird, es reicht auch das Wort.
Wir reden hier jetzt schon lange nicht mehr von einem „schwierigen“ Partner. Streit gibt es immer mal und auch Meinungsverschiedenheiten oder mal ein verletzender Satz sind in Beziehungen nicht ungewöhnlich. Wir Menschen sind nicht perfekt. ABER:
Das ist kein „schwieriger“ Partner, sondern eine Beziehung, die dir schadet und ein Mensch, dem das egal ist.
Wenn du bei mehreren Punkten genickt hast, heißt das nicht, dass du jetzt Hals über Kopf dich trennen musst. Alleine schon aus Sicherheitsgründen. Du bist nicht schuld an dieser Situation. Es heißt vor allen Dingen, dass du dich in etwas befindest, das dich klein macht – psychisch, emotional und manchmal auch körperlich.
Anfangen womit? Gute Frage.
Vielleicht denkst du jetzt: „Okay, das trifft alles zu. Und was soll ich jetzt machen? Ich kann doch nicht einfach von heute auf morgen gehen.“
Nein, musst du auch nicht.
Der erste Schritt ist nicht, sofort auszuziehen oder eine komplette Trennung durchzuziehen. Wir wissen alle, wie wahnsinnig schwer so ein Schritt sein kann, aus verschiedenen Gründen. Der erste Schritt kann viel kleiner sein und trotzdem gehört er dir:
Du darfst dir Hilfe holen, ohne dass du schon „bewiesen“ hast, dass alles schlimm genug ist. Du musst dein Leid niemanden beweisen, um ernst genommen zu werden. Das gilt übrigens auch für dich selbst.
…und welche Rechte du hast.
Wenn deine Beziehung dir schadet, geht es nicht nur um „Gefühle“ oder irgendein Mindset. Es geht oft auch um Risiken und ganz reale Rechte, die du hast.
Je nach Situation kann es um Folgendes gehen:
Du bist nicht machtlos – auch wenn du dich gerade so fühlst. Du hast mehr Möglichkeiten, als dir vielleicht jetzt gerade bewusst sind. Um diese zu ergreifen, musst du sie allerdings kennen.
Wenn du beim Lesen gemerkt hast: „Scheiße, das bin ich“, dann brauchst du jetzt nicht noch mehr diffuse Ratschläge à la „Hör auf dein Herz“.
Du brauchst Klarheit, Struktur und Informationen:
Genau dafür habe ich einen Leitfaden erstellt, den du dir kostenlos herunterladen kannst. Darin findest du:
Wenn du das Gefühl hast, diese Zeilen treffen dich: dann musste das so sein. Was aber nicht sein muss, dass du das so hinnimmst.
Hol dir den Leitfaden und fang an, dich auf deine eigene Seite zu stellen.